Endlich Feierabend – mal wieder eine lange Arbeitswoche!

Wow, ich bin verwundert ueber mich selbst – es sind nur 8 Tage vergangen seit meinem letzten Report!

Just When I Thought I Was Out, They Pull Me Back In!

Stop talking, get to the point!

Wie ich im letzten Bericht erwaehnt hatte, habe ich den letzten Montag damit verbracht mich vom Wochenende in Durban zu erholen.
Als ich am Dientag ins Buero kam wurde ich erstmal mit Neuigkeiten ueberhauft!
Carolyn, meine Chefin, ist schwanger mit Zwillingen, und Moira Accountant hatte so etwas aehnliches wie einen Herzinfarkt waehrend der Arbeit am Montag. Somit sind unsere beiden Fuehrungspersonen erst einmal nicht im Buero fuer ein paar Tage.
Unabhaengig von den sehr positiven und sehr negativen Geschehnissen, war die Atmosphere im Buero sehr entspannt, man merkte sofort, wie alle viel lockerer drauf waren.
Dienstag kam Claudia zu besuch. Sie ist Schweizerin, lebt aber seit vielen Jahren in Suedafrika und arbeitet ab und zu fuer AFS.
Claudia, Jeremy und ich, sassen wie so oft im naheliegenden Subway, tranken Kaffee und chatteten ueber dies und jenes. Unter anderem auch, dass Jeremy im November AFS verlassen wird, um nach einer neuen Hauerausforderung zu suchen. Danach bin ich dann mit Claudia, in ihrem alten Mercedes Benz (waehrend der Arbeitszeit) zur naheliegenden Rosbank Mall gefahren (5 min Fussweg….), da sie ein Buch fuer ihren Vater kaufen wollte und ich meine Packete, aus Deutschland und den USA vom Postamt abholen musste.
Als ich am Abend dann zu Hause war, konnte ich es kaum mehr erwarten die Packete zu oeffnen. Das war ein Gefuehl wie Weihnachten. Jetzt habe ich endlich wieder ein paar mehr Klamotten (wurde schon knapp, da unsere Maid eine Woche Urlaub genommen hatte) und meine lang ersehnte Pittsburgh Steelers – Way to Super Bowl XL DVD! Juhuu!
Und immer schoen mit meinen Deutschland und Dortmund Jerseys ins Fitnessstudio, damit ich auch schoen auffalle. (Nur so nebenbei!)
Irgendwann in dieser Woche oder der Woche davor, hat mich Jan Cronje, mein Nachbar angerufen, ob ich nicht mal rueberkommen will, um ihn kennenzulernen. Der Abend war sehr nett, wir haben zusammen gekocht, uns ausgetauscht und nebenbei noch Arsenals Campions Legaue Match verfolgt. Jan ist ein netter Kerl, und lernt seit einiger Zeit Deutsch. Ich war sehr beeindruckt, wie gut er schon sprechen kann, obwohl er es erst seit drei Jahren lernt. Jan hat einen Scholarship erhalten und verbringt derzeit, was fuer ein Zufall (Zufaelle gibt es nicht!), seine Zeit in Goettingen, Deutschland. Vielleicht lauft ihr ihm ja mal ueber den Weg. Er lernt Deutsch am Goethe-Institut.
Es kann gut sein, ist sogar ziemlich sicher, dass ich bald zu den Cronjes umziehe, da die Stainers mich nur als Willkommensfamilie aufgenommen haben. Die Stainers werden demnaechst eine grosse Hochzeit feiern. Sie werden dann viele Gaeste zu besuch haben, und es wird kein Platz mehr fuer mich sein, was aber von Anfang an so geplant war. Trotzdem werde ich sehr traurig darueber sein, da ich mir keine bessere Gastfamilie vorstellen kann. Sie sind so entspannt, und auf meiner Welle, kaum zu glauben. Ich hatte null Probleme mich hier einzuleben. Schade, schade, aber hilft ja nichts!
Vor zwei Tagen, habe ich erstmal die Stossstange von meinem Auto demoliert, wollte einen U-turn machen, schoen den Bordstein gerammt,…. Marian musste mal wieder so schnell gehen, anstatt mal entspannt zu fahren! Aber ansonsten nichts passiert! War ein guter Weckruf…..
Ansonsten war es eine relativ ruhige und entspannte Woche ohne Chefin im Haus. Insgesamt war ich aber relativ muede und bin Abend immer platt ins Bett gefallen. Es faellt mir auch komischerweise immer schwerer morgens zeitlich aus dem Bett zu kommen, obwohl ich hier die Moeglichkeit habe laenger zu pennen als noch zu Schulzeiten. Ich muss so zwischen 9h und 9.30h bei der Arbeit sein. Habs schon geschafft um 9h aufzustehen, verrueckt! Aber man uebernimmt hier relativ schnell die suedafrikanischen Gewohnheiten. Zeit ist hier nicht so entscheident. Wenn etwas um 12h beginnen soll, dann geht es um 12.30h los. Und man macht sich nicht mehr so viele Gedanken ob man nun um 9h oder um 9.45h bei der Arbeit ist. Aber ich sollte bedenken, dass meine Chefin Amerikanierin ist und es auf dauer so nicht geht. Deshalb muss ich mir ab und an mal selber in den Arsch tretten, und meine Disziplin anfeuern.
Dieses Wochenende musste ich mal wieder arbeiten. Ein weiteres Midterm Camp fand statt. Diesmal von den Semester Community Service Teilnehmern. Diesmal haben wir es so organisiert, dass noch ein weiterer Afs Freiwilliger, namens Xolani mich unterstuetzt. Die Teilnehmer sind alle zwischen 18 und 30 Jahren alt, deshalb hatte ich mich schon auf das Wochenende gefreut, um weitere Erfahrungen auszutauschen und vielleicht den ein oder anderen interessanten Kontakt zu knuepfen.
Es stellte sich aber heraus, dass ich wenig mit den Einstellungen und den Erwartungen der Teilnehmer im Gleichen hatte, und das Wochenende sehr antregend sein sollte. Die sogenannten WALKERS kamen zum Camp mit der Erwartung das ganze Wochenende zu feiern. Als wir ihnen dann die AFS Regeln vorgaben, und sie nicht in den naechsten Club feiern gehen durften, war ihre Stimmung im Keller. Ich wusste, dass sie auf die Regeln keinen grossen wert legten, und entschied mich, um Problemen aus dem Weg zu gehen, die Nacht zu Hause zu verbringen, da Xolani ja vor Ort war. Ich meine, ich kann mich gut in deren Lage versetzen, und ich wuerde auch raus wollen, Spass haben!
Am naechsten morgen kam ich um 9h beim Backpackers Ritz an und, es war sehr schlechte Stimmung. Die Teilnehmer hatten alle schoene Kater, die Besitzer vom Backpackers waren stinksauer und Dzentra meine Kollegin, war gestresst bis zum geht nicht mehr.
Ich wuerde sagen einfach mal entspannen!
Als Strafe durften die WALKER den ganzen Laden von oben bis untern putzen! Naja mal wieder ein ereignissreiches Wochenende, bin froh, dass es vorrueber ist. Irgendwie nerven mich diese Camps im Moment, ich sollte mich da demnaechst mal mehr einklinken und versuchen dafuer zu sorgen, dass die besser organisiert sind, und die Teilnehmer gar nicht erst die Regeln brechen muessen, um ein gutes Wochenende zu haben!
Zum Schluss muss ich nochmal anfuegen, dass das letzte Wochenende sehr depremierend war, was Sportergebnisse angeht. Die Natal Sharks sind aus den Playoffs ausgeschieden. Schumacher hat seinen ersten Motorschaden seit 6 Jahren im wichtigsten Rennen der Saison und die Steelers verlieren das erste Spiel seit langer Zeit, welches ich mal wieder live sehen konnte. Naja, kann nur besser werden.
So das wars erstmal fuer diese Woche.

Bis demnaechst. Gruesse aus Joburg.

Marianius Zinnus

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