Update – aus Johannesburg – Oktober 2007

Hallo und liebste Grüße aus Gillview im Süden von Johannesburg.

Zu Beginn möchte ich euch miteilen, dass es mir gut geht.

Heute nehme ich mir einmal die Zeit niederzuschreiben wie es mir geht und was ich im ersten Monat nach meiner Rückkehr nach Südafrika erlebt habe.
Macht euch keine Sorgen, ich habe hier viele Menschen dir mir helfen und für mich da sind, wenn ich sie brauche. Vom ersten Moment wo ich das Terminal des Flughafens verließ habe ich wieder dieses unbeschreibliche Gefühl gespürt zurück zu sein in Afrika. Ich liebe das Lebensgefühl hier und obwohl meine Pläne nur sehr langsam voranschreiten und man sehr viel Geduld haben muss, bin ich zufrieden!

Meine engste Freundin (Schwester) hier in Südafrika Isa holte mich nach meiner Rückkehr vom Flughafen ab, und am Abend lernte ich dann meine temporäre Gastfamilie kennen. Seit September lebe ich mit einer schwarzen Familie in deren Haus im Süden von Johannesburg. Mein Gastvater ist Isas ‚Onkel’, und sie haben sich spontan bereit erklärt mir ein zu Hause zu bieten, solange ich brauche, bis ich auf eigenen Füssen stehen kann.

Den Süden von Johannesburg kannte ich kein bisschen, deshalb kam es die ersten Tage immer wieder dazu, dass ich mich verfuhr und Probleme hatte mein Haus wieder zu finden, speziell im Dunkeln, aber so ist dass ja überall am Anfang.

Schon am dritten Tag erhielt ich mein neues Auto: ein GOLF 1 CITI CHICO 1.4i, Baujahr 2001. Ich hatte wirklich großes Glück, dass es sich so schnell regeln lies, da man wie ich bereits öfters erwähnt habe ohne Auto in Joburg ziemlich aufgeschmissen ist. Von nun an konnte ich mich unabhängig bewegen und die nächsten Schritte tätigen.

Im Nachhinein habe ich wohl das falsche Auto gekauft, da Golfs am häufigsten geklaut werden, und am teuersten zu versichern sind. Darüber ärgere ich mich sehr! Es ist wirklich extrem wie paranoid ich über mein Auto geworden bin, da mich alle warnen. Einen Abend habe ich meine Schlüssel im Auto eingeschlossen, und es dauerte praktisch 10 Minuten um das Auto zu knacken, ohne Erfahrung. Profis brauchen wahrscheinlich 2 Sekunden. Deshalb habe ich mir auch schnell noch extra zum Alarm, Immobilisator noch ein Gangschaltungsschloss einbauen lassen, aber letztendlich hilft das auch nicht viel, ich muss immer vorsichtig sein.
Bei der Universität von Johannesburg haben sie zum Beispiel einen extra abgesicherten Parkplatz nur für Golfs, das ist verrückt!!!!!

Na ja, jedenfalls war der nächste Schritt das Auto offiziell umzumelden auf meinen Namen. Das dauerte dann doch 1 Monaten und Unmengen an Besuchen beim Verkehrsamt….na ja, letzte Woche habe ich es dann endlich geschafft.

Auch das Finden einer Wohnung hat sich rausgezögert. Für eine kurze Zeit hatte ich dann den Plan mit meinem deutschen Nachfolger Janosch und meiner Freundin Isa eine WG zu eröffnen, aber das hat dann auch keine konkreten Formen angenommen.
Letzte Woche habe ich dann durch großen Zufall jemanden kennen gelernt, der noch einen Mitbewohner in seiner 3 Zimmer Wohnung in Illovo sucht. Ich habe mir die Wohnung angeschaut und war begeistert. Die Lage ist perfekt, die Wohnung ist riesig. Die Mitbewohner sind angenehm und sehr nett. Ich wünsche mir dort einziehen zu können. Es wird sich nächste Woche herausstellen. Ich könnte dann am 1. November in mein Zimmer umsiedeln. Hoffen wir das Beste, aber ich bin sicher das klappt!

In den letzten Tagen habe ich einen gesteigerten Druck auf meinen Schultern verspürt. Da ich noch nicht mit meinem Studium beginnen konnte, und voraussichtlich erst Anfang November wirklich durchstarten kann. Mein Zertifikatskurs ist auf 12 Monate ausgelegt, mir blieben aber nur noch 7 Monate. Momentan überlege ich ernsthaft bis November 2008 hier zu bleiben, und dann Im Februar 2009 mit meinem Bachlor Degree in Europa zu beginnen.

Ich habe übrigen fast alle meine Sachen von meiner Ex zurückbekommen nachdem ich Druck gemacht habe und mit der Polizei und dem Besuch ihrer Eltern gedroht habe. Leider habe ich auch weitere schockierende Neuigkeiten herausgefunden. Ich musste einen HIV Test machen, und mich mental auf positiv einstellen. Gott sei Dank ist das Resultat Negativ, aber ich wünsche niemandem durch solch eine Situation durchgehen zu müssen.

Der Monat war gefüllt mit vielen interessanten Erlebnissen, ich habe bereits viele neue Leute kennen gelernt, und es bildet sich ein Freundeskreis. Das freut mich sehr, da es mein Erlebnis hier stark verändert und mich wohl fühlend stimmt.

Drückt mir die Daumen, dass ich die Wohnung bekomme, und dann endlich mit Studium und Jobsuche durchstarten kann. Meine Finanzen werden ab November dann ziemlich knapp sein, deshalb muss ich einen kleinen Nebenverdienst finden!

Alles gute, bitte schreibt mir doch Emails über eure Erfahrungen in Deutschland. Ich möchte alles wissen, und es ist so wichtig im Kontakt zu bleiben!

LG Marian bis zum nächsten Eintrag!!!!

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