Lernen, lernen, lernen + Warten Arbeitserlaubnis – Update März 2008 – Windsor East

Ein neuer Monat, ein neuer Bericht. Es ist Mitte März und so langsam nähern sich die letzten Wochen Sommer in Südafrika. Am frühen Morgen kann man bereits die Kälte spüren, welche so unglaublich unbeliebt ist, in einem Land wo man so sehr an Wärme und Sonne gewöhnt ist. Ich möchte versuchen euch mal wieder auf den neuen Stand der Dinge in meinem Leben zu bringen.

– Auto –
Ja…ich habe mein Auto zurück, und somit auch wieder ein LEBEN! Juhuu!
Es hat sich alles sehr hinausgezögert, aber nun ist mein Auto wieder vollkommen fahrtüchtig und die Tür wurde repariert. Insgesamt habe ich dann 600€ dafür bezahlt!
Jimmy ein privater Autobastler hat den Service durchgeführt und mir dann geholfen einen Panel Beater zu finden, der die Reparatur für einen geringeren Preis durchführt.
Nach vielen Wochen habe ich nun endlich wieder meinen schönen, kleinen Golf zurück, und kann nun mein Leben wieder unabhängig gestalten!
Als ich das Auto abholte, bin ich dann erstmal direkt zu Rachel gefahren, habe sie besucht und habe danach, nach langer Zeit, mal wieder die gegymt.
Die vorigen 2 Wochen verbrachte ich ‚ausschließlich’ zu Hause, und lernte…ich hatte kein große Wahl, aber das war auch gut so!
In den letzten Wochen erhielt ich auch viele positive Rückmeldungen bezüglich meines Autos, welches doch echt gut aussieht. Einige Personen äußerten ihr Interesse daran mein Auto zu kaufen! Auch Jimmy meinte, dass ich das Auto mit Sicherheit für den Preis verkaufen kann, den ich bezahlt habe, vielleicht sogar mehr, wenn ich Glück habe, und gut verhandeln kann!

– Arbeit –
Bezüglich meiner Arbeit heißt es weiterhin Warten auf meine Arbeitsgenehmigung.
Mein Antrag liegt seit einiger Zeit beim South African Home Affairs vor, und nun heißt es nur noch Abwarten bis die Genehmigung ausgestellt wird.
Bisher gibt es noch keine Neuigkeiten, aber der gesamte Prozess wird von IBM durchgeführt, welche mir versichert haben, dass alles in Ordnung ist, und ich mit Sicherheit am 1. April anfangen kann zu arbeiten.
Den ersten Monat werde ich dann speziell für meinen Job im technischen Kundendienst ausgebildet, und dann beginnt die direkte Arbeit mit dem Kunden.
Bezüglich meiner Arbeit bin ich sehr interessiert an den kommenden Erfahrungen, aber auch ein wenig nervös bezüglich den Erwartungen von einem globalen Unternehmen wie IBM, da Kundenbeziehungen das A und O eines jeden Betriebes sind!

– Website meiner Employment Agency – http://www.kellysouthafrica.com
– Website meiner neuen Firma – http://www.ibm.com/za/

– Studium –
Seit einiger Zeit folge ich einen klaren Studienplan, welcher mir sehr geholfen hat eine Struktur für mein regelmäßiges Lernen zu finden. Ich habe eine Regelmäßigkeit in meinen Tagesablauf gebracht, setze mir wöchentliche und tägliche Ziele und lerne täglich.
Die ersten zwei Wochen habe ich sehr fokussiert und diszipliniert gearbeitet. Ich merkte dann aber, dass ich am Wochenende vollkommen leer war, und nicht mehr an Lernen denken konnte.
Die Schwierigkeit liegt daran die Struktur auf längere Zeit aufrecht zu halten, da ich auf Dauer immer wieder auf meinen inneren ‚Schweinehund’ hineinfalle und Zeitverschwender nicht sehe oder einfach nicht konsequent arbeite und dann nicht meine Ziele für die Woche erreichen kann. Das führt zu Frustrationen, und einen gewissen Druck, der sowohl positiv, als auch negativ sich auf mich auswirkt.
Das Wichtige ist, dass ich bewusster Lebe, und mir klar ist, dass ich nur durch konsequentes Arbeiten und lernen meine Ziele, die ich mir für die Zeit in Südafrika gesetzt habe, erreichen kann.
Seit dem ich mir diesem bewusst bin, habe ich bestimmte Aktionen aus meinem Leben gestrichen oder zumindest unter mehr Kontrolle gebracht. Meine Woche ist konsequent auf Arbeiten ausgerichtet, und nur am Samstagabend erlaube ich es mir auszugehen. Sonntag ist mein freier Tag, den ich am liebsten mit Rachel verbringe. Da Faulenze ich dann richtig ordentlich, schlafe und lebe einfach in den Tag hinein. Es ist wichtig, dass man sich nicht übernimmt, und einen Tag hat zum feiern, und zum Entspannen.
Trotz meiner neu gefundenen Struktur, mache ich mir ein wenig Sorgen, wie ich alles organisiert bekomme, sobald ich noch Vollzeit arbeite. Die Arbeit wird viel Zeit und Energie in Anspruch nehmen, und dazu muss ich dann noch die zwei Kurse bewältigen.
Es ist eine Herausforderung, die ich mir selbst ausgesucht habe. Ich brauche Herausforderungen in meinem Leben, ansonsten kommt der Schlendrian zu schnell und ich lehne mich gemütlich zurück! Das gute an der Situation ist, dass ein deutlicher Druck vorhanden ist, der mich anfeuern wird, und ich glaube an mich, und ich weis ich werde erfolgreich sein!

– Kindergeld –
Bezüglich des Kindergeldes gibt es weiterhin nicht viele Neuigkeiten.
Meine Mutter hat einen deutlichen Brief an die Familienkasse verfasst und einen Anwalt eingeschaltet, aber bisher habe ich noch kein Feedback bekommen, wie die Behörde darauf reagiert hat. Hoffen wir auf das Beste, und eine baldige Auszahlung meines mir zustehenden Kindergeldes, welches jetzt denke ich bereits über 1000€ betragen müsste.

– Wohnung/Umzug –
Im letzten Bericht habe ich noch darüber geschrieben wie sehr ich unsere WG mag, mich hier zu Hause fühle, und am liebsten hier bis zum Ende des Jahres leben würde.
Ich habe auch darüber berichtet, dass Janosch die Wohnung wohl verlassen muss, und Isa&Mickey auch darüber nachdachten umzuziehen.
Ich habe von diesen Tendenzen Kenntnis genommen, und sicherheitshalber Ausschau nach alternativen Wohnmöglichkeiten gehalten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber kein wirkliches Interesse daran unsere Wohnung zu verlassen.
Letztendlich stellte sich heraus, dass Janosch definitiv im April umziehen muss, da AFS eine Wohnung für ihn und weitere deutsche Freiwillige anmieten wird.
Ich schrieb eine lange Email an Isabel, und wollte herausfinden, was ihre Pläne sind, und warum sie umziehen wollten. Nach einem langen Gespräch mit Isa und Mickey stellte sich heraus, das Isa nicht mehr mit Janosch zusammenleben wollte, sie aber jetzt gerne in der Wohnung in Windsor bleiben möchte, da Janosch ausziehen wird. Zu dritt könnten wir uns die Miete leisten und weiterhin in Windsor leben.
Doch einige Tage später erhielt ich die Rückmeldung von einem WG Angebot in Illovo, dass ich dort Ende März einziehen könnte.
Diese 3 Zimmer Wohnung in Illovo befindet sich 5 Minuten von meinem Arbeitgeber IBM. Auch meine Gym ist nur 5 Minuten entfernt. Illovo ist 5 Minuten von Rosebank, von Melrose Arch und IBM entfernt. Die Wohnung hat eine perfekte Lage und ist schön und groß.
Plötzlich stand ich vor der Entscheidung, ob ich umziehen sollte, obwohl ich zu Beginn die Person war, die so gerne in Windsor geblieben wäre.
Letztendlich macht es mehr Sinn in Illovo zu leben, da der Verkehr am Morgen und Abend von Windsor nach Sandton unerträglich ist. Ich würde für jeden Weg 1 ½ Stunden brauchen, von Illovo wären es 10 Minuten!
Ich habe die Entscheidung getroffen umzuziehen!
Nächstes Wochenende, am 23. März werde ich unsere WG in Windsor verlassen und mit meinen Sachen in eine neue WG in Illovo, zusammen mit zwei indischen Frauen, einziehen. Der Mietvertrag ist unterschrieben, und ich kann dort bis zum Ende meines Aufenthaltes leben.
Insgesamt zahle ich dort mehr Miete, R2500 (ca. 220€), im vergleich zu Windsor, R900 (ca. 80€. Aber in der Miete sind das Essen und eine Maid, die sauber macht und Wäsche wäscht und bügelt, sowie alle weiteren Wohnkosten inklusive. Außerdem werde ich an Benzinkosten sparen und profitiere von einer idealen Lage im Herzen des Nordens von Johannesburg, eine sehr wohlhabende und moderne Gegend.
In meinem nächsten Bericht werde ich euch von meinem Umzug und den ersten Wochen in Illovo berichten.

Meine neue Adresse: Stephen Hills Flat 201, 180 Oxford Road, 2196 Illovo

– Beziehung –
Es sind nun 2 Monate, die ich zusammen bin mit Rachel. Wir genießen jeden Moment zusammen und sind glücklich. Da wir beide studieren, und ich bald anfange Vollzeit zu arbeiten, sehen wir uns leider nicht mehr jeden Tag wie am Anfang der Beziehung. Das schöne daran ist, dass man sich gegenseitig vermisst und der Moment wo man sich wieder sieht einen so sehr glücklich macht. Ich kann es nur immer wieder betonen, Rachel ist eine wundervolle Frau und es ist ein Geschenk Gottes sie in meinem Leben zu haben!
Seit Anfang Februar hat das neue Semester für Rachel begonnen. Sie studiert ‚Industrial Psychology’ an der Universität von Johannesburg und befindet sich in ihrem letzten dritten Jahr. Anfang März zog sie endlich in ihre neue Wohnung in Auckland Park ein, 5 Minuten vom Campus entfernt. Sie hat ein Zimmer in einem Kommune-Haus, in dem weitere 6 Studenten leben. In letzter Zeit, seitdem ich mein Auto zurück habe, verbringe ich relativ viel Zeit dort, speziell an Wochenenden, da Rachels Auto in der Reparatur ist.

– AFS FSJ Bewerbungsgespräche –
Letzte Woche wurde ich gebeten, von Theo Ripplinger dem neuen ‚deutschen’ Chef von AFS Südafrika, ob ich nicht helfen könnte bei der Auswahl des kommenden FSJler für das Jahr 2008/2009. Dieses Jahr gab es über 50 Bewerbungen für die Position in Johannesburg und ich nahm Teil an zwei Interviews der drei Topkandidaten für den Job. Die Bewerbungsgespräche wurden in einer Skype-Konferenz und in Englisch gehalten.
Janosch wird Ende Juli leider wieder zurück nach Deutschland gehen, und dann Ende August erwarten wir den neuen erfolgreichen Kandidaten.
In letzter Zeit, besonders nachdem ich nun mehr über Marketing lerne, bin ich wieder mehr interessiert mich bei AFS einzusetzen und zu helfen.

– Besuch Eltern aus Deutschland –
Ja, es ist nun offiziell, Anfang April werden meine Eltern mich in Südafrika besuchen kommen.
Sie haben einen 2-wöchigen Urlaub in Südafrika geplant. Die erste Woche werden sie in Johannesburg verbringen und bei meinem ‚entfernten’ Onkel Heino Preis wohnen. Danach fliegen sie Nach Port Elizabeth und werden mit einem Mietauto die Garden-Route bereisen, um dann zum Schluss Kapstadt zu erreichen und von dort wieder nach Deutschland abzureisen.
Da ich im April anfangen werde zu arbeiten, und den ersten Monat ausgebildet werde, hoffe ich, dass sich genug Zeit finden wird, die ich mit meinen Eltern verbringen werden kann.
Ich bin mir sicher es wird eine sehr interessante und prägende Erfahrung für sie werden!

– Positives Denken –
Ich lese momentan ein Buch mit dem Titel ‚Ich will!, Ich kann!, Ich werde!
Dieses Buch setzt sich mit der unendlich Kraft des Unterbewusstseins auseinander und speziell mit dem Thema ‚positives denken’! ich kann es nur jedem empfehlen euch einmal mit dem Thema ‚positives Denken’ auseinanderzusetzen. Es wird euer Leben verändern und euch wird vielleicht deutlich wie sehr ihr in eurem Leben bereits durch die universale Kraft eures Unterbewusstseins beschenkt wurdet.
Ich versuche täglich nun eine Phase der Meditation zu implementieren, in der ich positives Denken und positive Imaginationen praktiziere.
Ich habe eine Liste zusammengestellt mit all den Dingen in meinem Leben für die ich dankbar bin, und all den Dingen die ich mir wünsche und anstrebe. Außerdem führe ich positive Aussprechungen durch!
Ich kann es selbst kaum glauben, aber seitdem ich damit begonnen habe, habe ich plötzlich mit dem Rauchen aufgehört. Ein glücklicher Nichtraucher zu sein ist eine meiner positiven Aussagen, die ich regelmäßig denke und mir vorstelle!
Manche werden dieser Idee sicherlich offen entgegenstehen, andere werden sagen, ach der Marian, der spinnt doch!
Letztendlich ist es eure Entscheidung, ich kann nur sagen, ich bin von dieser Methodik überzeugt und habe viele Erfahrungen realisiert, die im direkten Zusammenhang stehen!
Positives Denken, und die universellen Energien die uns umgeben und sich in jedem Menschen befinden, sind unabhängig von Zeit und Raum; also erwartet nicht, dass ihr direkte, offensichtliche Veränderungen klar sehen werdet. Aber wenn ihr konsequent positives Denken anwendet, werdet ihr Veränderungen in euch selbst bemerken und mit der Zeit plötzlich auch die Veränderungen in eurer Umgebung und eurem Leben realisieren!
Versucht es einfach mal und vielleicht lest ein Buch über das Thema – nur ein Vorschlag!
Ich liebe euch alle und danke euch für eurer Teilnahme an meinen Erfahrungen in Südafrika!

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