TEIL 2 – Rückblick auf die letzten 8 Monate in Südafrika – April bis November 2008 – Percilia Estate, Johannesburg

BITTE ZUERST TEIL 1 LESEN – EIN WENIG WEITER RUNTER SCROLLEN!

WENN IHR SCHON TEIL 1 GELESEN HABT, DANN WÜNSCHE ICH VIEL SPASS! 😉

– Beziehung –
In meinem letzten Bericht waren es noch 2 Monate, die ich mit Rachel zusammen war. Da kann man mal wieder sehen, wie viel Zeit vergangen ist. Am 8. November waren es 10 Monate. Und ich kann nur wiederholen, dass wir weiterhin jeden Moment miteinander genießen und glücklich sind!
Nach meinem Umzug nach Illovo und dem Beginn meiner Arbeit bei IBM, organisierten wir es so, das ich die Wochenenden immer bei Rachel in ihrer Wohnung in Auckland Park verbrachte. Dies war eine wunderschöne Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben, an die ich mich immer wieder gerne zurückbesinne.
Anfang August entschied sich Rachel, auf Grund einer Mieterhöhung und Problemen in ihrer Wohn-Kommune, zurück zu Ihrer Mutter in Kempton Park zu ziehen. Wir hatten für eine kurze Zeit, da ich in dem Zeitraum auch wieder umzog, darüber nachgedacht zusammen zu ziehen, aber dies sollte zu dem Zeitpunkt noch nicht so sein.
Wegen meinem voll gestopften Arbeitsalltag und Rachels Bachlor-Studium sahen wir uns bereits weniger. Durch den Umzug aber wohnte Rachel nun auch weit entfernt von meiner Wohnung, und wir hatten zeitweise keine Möglichkeit uns zu sehen, und gemeinsame Zeit zu verbringen, was uns ziemlich zu schaffen machte, mit dem Hintergedanken, dass ich Ende des Jahres zurück nach Europa gehen würde, und Rachels Pläne nach England zu ziehen noch nicht konkret waren.
Im August kam dann die schwierige Nachricht, dass Rachel einen Ihrer Kurse im Studium nicht bestanden hatte, was direkt auch bedeutete, dass sie ein weiteres Semester studieren muss, um ihren Abschluss zu erlangen.
Damit stand fest, dass Rachel nicht direkt mit mir nach England kommen kann, was im ersten Moment ein Schlag war, im Nachhinein denke ich eine gute Sache ist. Trotzdem mussten wir uns in dem Moment mit der Aussicht auseinandersetzen ab Dezember für eine längere Zeit getrennt zu sein. Es stand generell zur Debatte wie wir ab Dezember mit unserer Beziehung fortschreiten wollten.
Es war ein emotionaler und sehr wichtiger Prozess den wir zu dem Zeitpunkt durchlebten. Letztendlich entschieden wir uns unseren Herzen zu folgen. Unsere Liebe zueinander ist so stark, unsere Bindung so unzertrennbar, dass wir unabhängig von Zeit und Raum immer miteinander in Verbindung stehen und unendliche Liebe und Freude füreinander geben.
Wir entschieden uns für die Liebe und Beziehung, wir entschieden uns füreinander. Als Zeichen meiner Liebe schenkte ich Rachel einen Ring der als Zeichen unserer Verbundenheit und Liebe an ihrem Finger glänzt und jedem zeigt, das wir füreinander bestimmt sind.
Ich habe in meinen jungen Jahren noch nicht solch eine Liebe für einen anderen Menschen empfinden können, und Rachel macht mich zum glücklichsten Menschen. Gemeinsam ergänzen wir uns und sie schafft es aus mir das Beste herauszuholen.
Rachel hat sich entschieden im Jahr 2009 ihr Studium zu vollenden, weitere Arbeitserfahrung zu sammeln und ihren Umzug in ein anderes Land vorzubereiten. Ab Dezember werden wir für die folgenden 12 Monate räumlich getrennt voneinander leben – sie in Potchefstroom Südafrika und ich in London, Großbritannien. Aber wenn alles gut läuft, wie wir es uns gemeinsam Wünschen werden unsere Wege schon bald wieder zusammenführen.

– AFS Südafrika-
AFS Südafrika, mein Arbeitgeber während meiner Zivildienstzeit, blieb immer eine schöne Anlaufstelle für mich. Während meines zweiten Jahres in Südafrika blieb ich im regelmäßigen Kontakt mit meinen Ex-Kollegen und guten Freunden. Ich half Janosch und Asad, den nachfolgenden Zivildienstleistenden als Freund und Ratgeber, sich in Südafrika einzuleben, und war in verschiedenster Art und Weise als ehrenamtlicher Mitarbeiter dabei die Arbeit von AFS zu unterstützen. Über AFS habe ich viele neue Bekanntschaften machen können, welche ich bereits sehr vermisse. Ich habe neue Freunde gefunden, und viele wunderschöne Erfahrungen gesammelt, welche ich niemals vergessen werde. Ich hoffe, dass AFS Südafrika es schafft sich den Herausforderungen zu stellen und sich langfristig in Südafrika zu etablieren. Ich werde AFS Südafrika im Herzen behalten und vermissen! Macht weiter mit eurer tollen Arbeit und bleibt so wie ihr seid!

– Besuch Eltern aus Deutschland –
Im April war es auch soweit. Meine Eltern kamen nach Südafrika, um mich zu besuchen und gleichzeitig die Familie Preis in Südafrika kennen zu lernen. Meine Eltern verbrachten insgesamt 2 Wochen in Südafrika. Die erst Woche verbrachten sie in Johannesburg. Sie wohnten im Haus von Heino Preis, einem Onkel zweiten Grades von mir, wenn ich es richtig verstanden habe. Da ich gerade meinen Job bei IBM angefangen hatte und mich auch noch in der Ausbildung befand, konnte ich mir leider keinen Urlaub nehmen. Deshalb war es klasse, dass Heino sich eine Woche frei nehmen konnte, um meinen Eltern einmal Johannesburg und Umgebung zu zeigen.
Ich organisierte es so, dass wir uns am ersten Abend zum Abendessen bei Heino treffen konnten und das darauf folgende Wochenende gemeinsam verbringen konnten. Gemeinsam mit Rachel machte ich eine Tour durch Johannesburg und zeigte meinen Eltern all die Ortschaften, wo ich lebte, arbeitete, viel Zeit verbrachte und stellte Ihnen Timothys Familie vor. Zum Abschluss des ersten Tages organisierten wir noch ein gemeinsames Abendessen mit Rachels Mutter Jane. Den nächsten Tag verbrachten wir mit einem Frühstück und Spaziergang am Zoo Lake, dann schlenderten wir über den Markt in Rosebank und nahmen am Abend am Gottesdienst der Christian Family Church in Kempton Park teil, was ein wunderbares Erlebnis war.
Die zweite Woche verbrachten meine Eltern damit die Garden Route zu bereisen, bis sie dann Ihre Reise in Kapstadt vollendeten, von wo sie zurück nach Deutschland flogen.
Die Rückmeldung, die ich von Ihnen bekam war rundum positiv und begeistert von ihren Erfahrungen, die sie in den zwei Wochen machen durften. Meine Eltern waren rundum fasziniert von Südafrika, und sprachen sogar davon, sich hier niederzulassen, wenn sie in Rente gehen! 😉 Es hat mich sehr gefreut solche Worte von ihnen zu hören, da Südafrika ein zweites zu Hause für mich geworden ist und sie die Liebe zu diesem Land mit mir teilen konnten. Wie ich es immer sage, man muss das Leben in Südafrika einmal selbst erleben, um die Faszination und Liebe für dieses Land verstehen zu können!

– Positives Denken –
Ich habe in meinem letzten Bericht das Thema ‚positives Denken’ erläutert und im Folgenden auch einen Artikel über das Thema online gestellt.
Ich kann nur immer wieder betonen, dass ich es nur jedem empfehlen kann sich einmal mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Es hat für mich bereits unglaublich schöne Wirkung gezeigt, so dass ich die Resultate deutlich spüren und sogar sehen kann.
Ich lebe meine positive Lebenseinstellung und rein optimistisches Denken! Alles ist möglich, es gibt keine Grenzen für die Kraft des Geistes. Jeder Mensch kann seine eigene Realität kreieren, und nur du selbst bist in voller Kontrolle über dein Denken und die unglaubliche Kraft die du damit ausüben kannst.
Setze dich doch einfach einmal ab und zu hin und besinne dich auf das was wirklich wesentlich ist in deinem Leben. Kläre deine Gedanken und denke über die Dinge nach die du in deinem Leben hast, für die du dankbar bist und die dich glücklich machen. Schon schnell wirst du realisieren, dass es keinen Grund gibt traurig zu sein oder sich zu ärgern, da wir uns unglaublich glücklich und zufrieden schätzen können, über den Überfluss an Wunderbarem mit dem uns unser Leben überschüttet.
Als nächsten Schritt denke nach über deine Wünsche, Träume, Vorstellung über dein Leben, wie du es möchtest, und lasse freien Lauf, stell es dir bildlich vor und wie glücklich du damit wärest und glaube fest daran, dass es bereits Wahrheit ist, im hier und jetzt!
Wenn du diese Technik ein paar Mal in der Woche anwendest, und es kostet dich nicht einmal viel Zeit und Kraft, ganz im Gegenteil, es wird dich stärken, Spaß machen und dich kräftigen, dann wirst du im laufe der Zeit eine Veränderung in deinem Denken und deiner Lebensweise verspüren. Vielleicht merkst du dann, dass dir viele Dinge leichter fallen und du unbekümmerter durch dein Leben gehst! Versuch es doch einfach aus, schaden kann es nicht! Viel Spaß!

– Rückblick –
Rückblickend schätze ich mich sehr glücklich und ich bin zutiefst dankbar, dass ich diese zweieinhalb Jahre in Südafrika verbringen durfte. Es war ein Geschenk des Lebens, das mich zum richtigen Zeitpunkt hier hin führte und mich vom Grunde auf verändert hat. Ich möchte diese Zeit nicht missen. Es war ein wunderbares Abenteuer des Lebens. Ich habe so viel erlebt, erfahren, gesehen, gehört, geschmeckt, gefühlt, ertastet, erforscht und konnte somit meine Lebensphilosophie erweitern. Mit Sicherheit hat all dies mich stark geprägt und mir zum gleichen Augenblick Lebenserfahrung erbracht, welche mir hilft auf dem Wege mich selbst zu finden. Ich brauchte diese Zeit, um herauszufinden was für einen Weg ich einschlagen möchte im Hinblick auf mein kommendes Studium. Eine Zeit genutzt dafür meine Grenzen auszutesten, mit vielen Dingen zu experimentieren und dadurch an Stärke und Reife hinzuzugewinnen.
Rückblickend war meine Zeit in Südafrika eine sehr wertvolle Zeit, welche mir zwei Jahre Arbeitserfahrung gebracht hat, und welche ich mit dem erfolgreichen Abschluss von zwei Kurzdiplomen und einem Zertifikat vervollständige. Ich habe viele neue Freundschaften geschlossen, und bin ein Teil mehrer Familien geworden, dessen Türen immer offen stehen. Ich habe meine große Liebe gefunden und habe gelernt, dass man nicht perfekt sein muss, sondern dass Leben zu kurz ist, um nicht im hier und jetzt zu leben und jeden Moment zu genießen!

– Zukunftsausblick –
Mit dem Ausblick auf die kommenden Wochen und Monate habe ich mir erst einmal eine Auszeit verdient, wo ich einfach abschalten möchte, um meinen Kopf zu entschlacken, und einfach mal wieder den Moment zu genießen. Den letzten Monat in Südafrika werde ich dafür nutzen meine Freunde zu treffen, welche ich in letzter Zeit vernachlässigt habe. Ich werde jeden freien Moment mit Rachel verbringen, und mental mich langsam von Johannesburg und Südafrika verabschieden. Ich werde mich einstimmen auf die nächsten Jahre, welche ich in Europa verbringen werde. Zunächst einmal steht eine Zeit zurück in meiner Heimat Deutschland an. Ich werde Weihnachten und Neujahr mit meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland verbringen, und ich freue mich schon sehr darauf. Das wird eine schöne Zeit. Es gibt nichts Schöneres als mit Familie und guten Freunden zu sein.
Für die Zeit ab Mitte Januar steht dann der Umzug nach London an, wo ich die kommenden drei Jahre Leben werde, um mein Studium zu vollziehen. Ich freue mich darauf, ich freue mich auf London und all die neuen Begegnungen und Eindrücke die dort auf mich warten. Es stehen neue Herausforderungen vor mir, denen ich mich mit Ergeiz entgegenstelle. Es wird wie immer nicht leicht, aber es ist die richtige Entscheidung für mich. Das weis ich vom tiefen Inneren meines Herzens, welches mich in diese Stadt geführt hat.

Ich genieße den Moment und freue mich auf das was kommen mag! Ich weis alles wird gut und langfristig so wie ich es mir jetzt vorstelle! Ganz viel Liebe euer MARIAN!

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