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Borussia Dortmund wins “Battle of the Titans” and moves big step towards title.

Borussia Dortmund have beaten Bayern Munich on Wednesday night with a 1-0  win in a top of the table clash of the German football titans. Robert Lewandowski scored the vital goal in the 77th minute, his 20th goal of the season.

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Borussia Dortmund drops 2 points in eight-goal thriller against VFB Stuttgart

What a stunning football match on a lovely Friday evening at the beautiful Westfalenstadion in Dortmund!

Borussia Dortmund Draws in a dramatic game 4:4

This is why we all love football. Although for true fans, it was quite a dramatic change of emotions, giving some strain to the heart. In the end those emotions are what it is all about.

Borussia Dortmund drew 4-4 in a frantic finish to their home match against VfB Stuttgart last night. Continue reading →

LMU geräumt – Polizeieskorte für starrsinnige Studenten

Selbst über Weihnachten haben einige hartgesottene Besetzer ausgeharrt – doch nun hat die Polizei das LMU-Audimax geräumt.

Die Herren kommen noch vor dem Morgengrauen. Es ist 6.30 Uhr, als Bernd Huber das Audimax betritt, er gibt eine kurze Erklärung ab, die Polizeibeamten warten noch draußen. Er werde nun von seinem Hausrecht Gebrauch machen, verkündet der Präsident der Universität München (LMU): Er fordert die Besetzer auf, unverzüglich aus dem Hörsaal abzuziehen, sonst drohten Anzeigen wegen Hausfriedensbruch oder Bußgelder.

Eine Viertelstunde haben die gut 20 Personen, die über die Festtage ausgeharrt haben, noch Zeit, um ihre Sachen zu packen und die Schlafsäcke einzurollen. Dann begleiten die Polizisten sie aus dem Gebäude.

Unspektakuläres Ende einer siebenwöchigen Blockade

Die Besetzer gehen freiwillig, niemand leistet Widerstand. Gegen sieben Uhr hätten alle das Audimax verlassen, wird Huber später erklären. In den drei Tagen zuvor hat die Unileitung das Haus nach einer Ankündigung schon, wie berichtet, geschlossen. Es gab nur einen Ausgang, aber keinen Einlass mehr.

So endet an diesem Montagmorgen einigermaßen unspektakulär jene Besetzung des größten Hörsaals an Bayerns größter Universität, die die Hochschule fast sieben Wochen in Atem gehalten hat.

Am 11. November zogen die Studenten in das Audimax und richteten sich häuslich ein, mit Bannern und Transparenten und allerlei technischer Ausrüstung; ein Volksküche versorgte die Besetzer. Auch in vielen anderen Städten erklärten Studenten den Hörsaal zur Homebase, um gegen schlechte Studienbedingungen und die Gebühren zu protestieren.

Zurückbleiben 100.000 Euro Sachschaden

Mit der Räumung, die im strengen Sinne keine ist, weil alle freiwillig gingen, habe die LMU nun einen “unhaltbaren Zustand” beendet, sagt Huber. In den letzten Wochen sei der Lehr- und Vorlesungsbetrieb “massiv behindert” gewesen. Für die Mitarbeiter sei es zudem mittlerweile unzumutbar geworden, das Hauptgebäude der LMU am Geschwister-Scholl-Platz rund um die Uhr offen zu halten.

Und schließlich müsse die Hochschule erheblich Sachschäden im Zuge der Besetzung verzeichnen. Insgesamt geht die LMU von 100.000 Euro aus, eingerechnet seien da aber schon die Kosten für zusätzliches Wachpersonal.

Dass er nun keine andere Möglichkeit mehr gesehen habe, als die Polizei ins Haus zu holen, “macht mich auch nicht glücklich”, sagt Huber. Immer wieder habe die Hochschulleitung mit den Besetzern über einen freiwilligen Abzug verhandelt und den Studenten dafür ein “weitreichendes Angebot” bis zu einem Vorstoß für die sogenannte Verfasste Studentenschaft gemacht, die den Studenten ein politisches Mandat einräumt. Das hätten die Besetzer abgelehnt.

Zuletzt sei “keine Perspektive mehr erkennbar” gewesen, wie sich die Besetzung anders hätte beenden lassen, sagt Huber. Die Besetzer hätten sich immer weiter auf “sehr allgemeine politische Forderungen” zurückgezogen. Und unter den bis zuletzt Verbliebenen seien laut Polizei nur noch sieben LMU-Studenten gewesen.

Die Besetzer selbst kündigten weitere Aktionen und ein Plenum am Montagabend an, um das weitere Vorgehen zu beraten. Am Nachmittag trafen sie sich zu einer kleinen Demonstration.

“Nicht wieder in Winterschlaf verfallen”

Die Studentenvertretung der LMU verurteilt die Räumung. Die LMU-Spitze lasse “das zwischenzeitlich erkennbare Bewusstsein für die Probleme der Studierenden mittlerweile vermissen”, sagt Nadine Ponsel. Die Proteste wertet sie als Erfolg. In den vergangenen Wochen hätten die Studenten “Sympathie und Verständnis von allen Seiten der Politik und der Hochschule” geerntet, sagt Julia Schmidt-Petersen. Und: “Wir haben die Öffentlichkeit erreicht, jetzt müssen wir weitermachen” – auch “außerhalb einer Besetzung” ergänzt Ponsel.

Malte Pennekamp, Sprecher der bayerischen Studentenvertretungen, hält die “Wut der Studierenden” für berechtigt. Der Protest habe Probleme zur Sprache gebracht, die die Politik in den vergangenen Jahren verschlafen habe. Jetzt dürfe die Staatsregierung “nicht wieder in Winterschlaf verfallen”. Was sich jetzt, wie zugesichert, bei der studentischen Mitbestimmung und der Bologna-Reform tue, würden die Studenten jetzt “wachsam verfolgen”. Der Protest jedenfalls werde weitergehen, sagt Pennekamp, weil der Freistaat sich in der Frage der Studiengebühren nicht bewege.

Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) begrüßt das Ende der Besetzung. Er habe zwar Verständnis für die Proteste, ein “sorgfältig vorgenommener Veränderungsprozess” aber brauche Zeit, betonte Heubisch. Dies könne kein Grund für eine andauernde Besetzung sein. Gleichzeitig versichert er, dass er die Korrekturen an der Studienreform und die Gespräche über bessere Studienbedingungen und mehr Mitbestimmung “weiterhin mit Nachdruck verfolgen” werde.

Die Gewerkschaft GEW und die Landtags-SPD fordern Universitätsleitung und Politik auf, sich ernsthaft mit den Protesten auseinandersetzen und konkrete Zusagen für Verbesserungen machen.

Source: Thurau, M (2009), “Polizeieskorte für starrsinnige Studenten” Süddeutsche [online]. Available at: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/478/498766/text/ [Accessed on 02 January 2010]

“Bachelor = Abitur + noch drei Jahre Schule” – Von Jonas Goebel

Weniger Abbrecher, schnelleres Studium, fliegender Wechsel zwischen Unis: So sollte die schöne neue Campuswelt aussehen. Aber inzwischen sitzt der Bachelor-Frust tief bei Deutschlands Studenten. Sie rebellieren – und die Rumpel-Reform droht im Chaos zu versinken.

Bachelor, das ist das Reizwort der Saison. Bereits 1999 wurde die “Bologna-Reform” zur Vereinheitlichung der europäischen Bildungsabschlüsse beschlossen, aber die deutschen Hochschulen kamen erst spät in Fahrt – und klebten oft nur neue Etiketten auf die alten Studieninhalte. Jetzt ist das Gezeter groß. Kein Wunder, denn den missglückten Umbau der Studienstruktur müssen die Studenten ausbaden. Sie klagen allenthalben über überfrachtete Studiengänge und eine ständige Prüfungshatz ohne Zeit für die eigenen Studieninteressen.

“Ich habe noch keinen Studenten oder Dozenten getroffen, der der Bologna-Reform etwas Positives abgewinnen konnte”, sagt Jens, 28. “Ich kenne auch keine Pro-Bologna-Fraktion.” Nach einem Lehramts-Studium promoviert er momentan, ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Studienplanung eingebunden, kritisiert vor allem Verlust der Freiräume: “Nicht einmal in der Promotion soll der Schwachsinn mit vorgeschriebenen Seminaren aufhören.”

Noch viel zu wenige Studenten protestieren gegen die Bologna-Reform, findet Jens. “Ich habe das damals auch nicht ernst genommen”, sagt er, “aber jetzt durch die Studienplanung bekomme ich mit, dass ich es besser hätte tun sollen.” Das Studium bestehe nur noch aus Prüfungen, es gebe “keine Zeit, damit sich der Inhalt setzen kann”. Über seine neunmonatige Examensphase erzählt er: “Es war keine schöne, aber eine gute Zeit. Man ist auf sich allein gestellt, muss sich organisieren, lernt sich selbst etwas beizubringen.” Für Bachelorstudenten falle diese Phase der intensiven Auseinandersetzung mit einem Thema praktisch weg.

Einheitliche Standards und Abschlüsse, so die Grundidee der Reform, sollen mehr Mobilität möglich machen, einen fliegenden Wechsel zwischen Hochschulen in ganz Europa. Gleichzeitig soll es weniger Langzeitstudenten und mehr Praxisbezug geben, indem Diplom- und Magisterstudiengänge durch das meist dreijährige Bachelor-Studium ersetzt werden. Stimmen anschließend die Noten, kann man in maximal zwei Jahren den Master anschließen.

Wie ein Schülerleben – nur mit weniger Freizeit

Nun gelten strikte Vorgaben, wann Studenten welche Seminare und Vorlesungen belegen müssen. Wahlfreiheit? Klar: bei Uhrzeit, Dozent und Thema eines Moduls. “Für persönliche und fachliche Interessen ist keine Zeit eingeplant”, sagt Jens.

Ein paar Vorteile sieht Stephan, 22, schon. Er ist Bachelorstudent im fünften Semester für “Internationale Beziehungen” an der TU Dresden. Der Studieninhalt sei strukturierter, damit auch das Studium planbarer, sagt er – “man wird zum konsequenten Arbeiten gezwungen”. Das sei sicher auch hilfreich, mindere aber deutlich den besonderen Reiz des Studentenlebens. “Mein Studentenleben ist meinem Schülerleben sehr ähnlich”, so Stephan, “nur mit weniger Freizeit.”

“Der größte Vorteil der Reform ist sicher die Anerkennung von Studienleistungen bei Auslandsaufenthalten wegen des Credit-Point-Systems”, sagt Stephan. Allerdings müsse man erstmal die Zeit für ein Auslandssemester haben. “Ich habe das große Glück, dass mein Auslandssemester in der Studienordnung obligatorisch vorgesehen war. Bei vielen meiner Freunde ist das anders, sie müssen auf einen Auslandsaufenthalt verzichten.”

Jens hält die erhoffte höhere Mobilität für eine komplette Schimäre. “Es ist manchmal nicht mal möglich, von Lüneburg nach Hamburg zu wechseln”, sagt er aus Erfahrung. Beim europäischen Austauschprogramm Erasmus sinkt in vielen Ländern die Nachfrage nach Auslandssemestern, auch in Deutschland.

Angeblich hervorragende Berufschancen

Jene, die das Chaos der Hochschulreform zu verantworten haben, zeigen längst demonstratives Verständnis für die Studenten und räumen “Fehler in der Umsetzung” ein. Aber vom Bologna-Prozess abrücken will niemand ernsthaft. Überall wabert verbales Verständnis und verschleiert, wie langsam Politik und Hochschulen reagieren. Die Kultusminister baden lau und sehen jetzt die Hochschulen in der Pflicht. Derweil sagte Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der “Zeit”, die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse sei an vielen Stellen “vernünftig und zielführend” gelaufen. Doch von den positiven Beispielen spreche niemand.

Studenten seien heute im Schnitt zufriedener mit ihren Studienbedingungen als vor der Reform, so Wintermantel. Auch sei die Abbrecherquote in den Geisteswissenschaften inzwischen drastisch gesunken, und auf dem Arbeitsmarkt würden Bachelor-Absolventen gern genommen. Ähnlich sieht es Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die CDU-Politikerin ermahnte Arbeitgeber, die “richtigen Signale” zu geben, dass man mit dem Bachelor “hervorragende Berufschancen” habe.

“Wenn Unternehmen dazu aufgefordert werden müssen, sagt das doch schon alles”, meint Jens. “Bachelor ist Abitur plus drei weitere Jahre Schule. Wer kreative Leute sucht, der ist bestimmt nicht mit Bachelor-Absolventen zufrieden.” Ein strukturelles Problem gebe es zum Beispiel bei Lehrern: “In ihrem Beruf sollen sie später selbstständig arbeiten, aber in ihrem Studium lernen sie gerade, nicht selbstständig zu sein.” Niemand müsse selbst aktiv werden, sondern nur in kürzerer Zeit mehr lernen, meint Jens – die inhaltliche Neugierde bleibe auf der Strecke.

Darum fordert Jens, wie viele der protestierenden Studenten, mehr Eigenständigkeit und mehr individuelle Auswahlmöglichkeiten – anstelle von einheitlichen Modulen und bis ins kleinste Detail vorgegebenen Studieninhalten. “Warum will man eine Vergleichbarkeit in allen Fächern zwischen allen Ländern?”, fragt Jens. Im wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen sei das eher nachvollziehbar, im Lehramt- oder Theologiestudium nicht. Darum stellt Jens den Bologna-Umbau grundsätzlich in Frage: “Es gibt in Europa viele Ideen der Vereinheitlichung. Manche davon haben aber einfach keinen Sinn.”

Source: Goebel, J. (2009), “Bachelor = Abitur + noch drei Jahre Schule” Spiegel Online [online]. Available at: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,662255,00.html [Accessed on 24 November 2009]

Erfahrungsbericht von Peter Westen – Beim Einkaufen bitte recht freundlich sein!

Je häufiger ich ein Geschäft betrete, desto unbegreiflicher wird mir, warum meine Frau so gerne einkaufen geht. Kundenfreundlichkeit bedeutet nämlich nicht selten, dass der Kunde freundlich zum Personal sein oder zumindest sehr viel Verständnis für dessen Eigenheiten aufbringen muss. In vielen Restaurants ist das nicht anders.

Samstags und sonntags hole ich morgens die Brötchen vom Bäcker. Weil ja verschiedene Sorten angeboten werden, frage ich immer, welche denn die backfrischeste ist. Darauf schaut mich die Verkäuferin jedes Mal beleidigt an und antwortet: ‘Bei uns ist alles frisch!’ Anschließend tippt sie 4 x 20 Cent in den Taschenrechner ein und präsentiert mir das Ergebnis mit triumphierendem Blick: ’80 Cent!’ Es muss wohl schon lange her sein, als im Mathematikunterricht noch Kopfrechnen vorkam.

Im Terminal C des Flughafens Berlin-Tegel gibt es einen Imbissstand mit wunderbaren Produkten. Manchmal bedient dort eine hübsche Blondine. In der Vitrine stehen mit Orangen- und Kiwisaft gefüllte Gläser. Als ich zu dem Glas rechts außen greife, zischt mich die Dame an: ‘Von links nehmen!’ Auch ihre brünette Kollegin, die bei meinem nächsten Besuch das Kommando führt, befällt der Linksdrall, nachdem ich rechts neben einem anderen Kunden zum Bezahlen angestellt habe: ‘Von links anstellen!’ Kein Bitte, kein Danke, nur ‘von links…!’

Kassiererin im Supermarkt zu sein ist gewiss kein leichter Job. Trotzdem will mir nicht in den Kopf, warum ich deshalb Schwerstarbeit leisten soll. Jedenfalls akzeptiert die Dame nicht, dass ich nur eine von den zwölf Flaschen mit Mineralwasser auf das Laufband stelle. Ultimativ verlangt sie: ‘Den ganzen Kasten!’ Ich gehorche.

Unangenehmen Situationen kann man entgehen, wenn man nur mit der Verkäuferin telefoniert

Auch in vornehmen Konsumtempeln habe ich manchmal Probleme. Wie etwa in dem Westberliner Nobelkaufhaus, in dem ich mir einen Anzug kaufen will. Weil ich das passende Stück nicht finden kann, halte ich nach einer Verkaufskraft Ausschau. Schließlich entdecke ich hinter einer Säule zwei Frauen und einen Mann, die offenbar in ein spannendes Gespräch verwickelt sind. Nachdem sie mich gebührend lange missachtet haben, lässt sich der geschniegelte Herr zu einem ‘Kann ich Ihnen helfen?’ herab. Ich trage mein Anliegen vor. Er mustert mich von oben bis unten, zieht Nase und Oberlippe hoch und sagt mit verächtlichem Blick: ‘Na, ob wir in Ihrer Größe was haben…?!’ Worauf ich mich auf den Weg ins nächste Geschäft mache.

Solchen Situationen entgeht man, wenn man gar nicht erst in einen Laden geht, sondern nur mit ihm telefoniert. Manche Verkäuferinnen telefonieren lieber, als körperlich anwesende Kunden zu bedienen. Die Angestellte im Sportgeschäft kann sich jedenfalls nicht überwinden, das Ferngespräch mit ihrer Freundin zu beenden, obwohl ich bereits zehn Minuten lang vor ihr von einem Fuß auf den anderen trete. Als ich sie unterbreche und nach Windjacken frage, zeigt sie mir wortlos die Richtung, in der ich suchen muss. SO geht das Artikel für Artikel. Sie telefoniert, ich suche. Zum Kassieren muss sie dann doch den Hörer aus der Hand legen. Aber nur, um mir mitzuteilen, dass die Leitung zur Kreditkartenzentrale gestört sei und ich deshalb heute leider nichts bei ihr kaufen könne.

Source: Westen, P. (01/2009), „Beim Einkaufen bitte recht freundlich sein!“, Air Berlin Magazin, Seite 8